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DER BEZIRK PLUNGE



Seine Fläche beträgt 1692 Quadratkilometer,
55.000 Einwohner, davon 98% Litauer und
1,5% Russen.

Das Verwaltungszentrum ist Plunge.

Der westliche Teil des Bezirks liegt auf dem
westzemaitischen Hochland, wo sich am
Fluss Minija der niedrigste Punkt (38 m)
befindet.
Der östliche Teil liegt auf der zemaitischen
Höhe, wo sich der höchste Punkt (199 m)
befindet.
Durch den Bezirk fließt die Minija mit ihren
Nebenflüssen, im südl. Teil liegt der
Oberlauf der Jura.

37 Seen und 8 Stauseen. Die meisten Seen
sind im nördlichen Teil, wo sie die Plateliai-
Seenplatte bilden. Die größten sind:
der Plateliai-See (1210 ha), der Ilgis See
(114 ha), der Berzoras-See (50 ha) und der
Iesnalis-See (50 ha).

Die Bewaldung beträgt 37,9%, am häufigsten
sind Tannen-, Kiefer- und Mischwälder.
Die größten Wälder sind: die Wälder von
Sirbaiciai-Plokstine, von Pekline und von
Legai.

Die Industrie konzentriert sich auf Plunge.
Über 350 Kulturdenkmäler gibt es im Bezirk
Plunge.

Den südlichen Teil des Bezirks haben wir bewußt ausgeklammert, da dieser seit einiger Zeit verwaltungstechnisch selbständig ist.

ALSEDZIAI
Das Städtchen liegt 19 km von Plunge entfernt an der Sruoga, einem Nebenfluß der Varduva. 1000 Einwohner.
In den Chroniken der Kreuzritter wird es seit 1253 erwähnt. Das Städtchen entstand am Gutshof im 16. Jahrhundert, aber im 17. Jahrhundert verkleinerte es sich.
Die sternförmige Anlage des alten Stadtteils und die Bauweise veränderten sich seit dem 19. Jahrhundert nicht mehr. Erhalten geblieben sind die hölzerne Kirche und der Glockenturm des 18. Jahrhundert.
PLATELIAI
15 km von Plunge am westlichen Ufer des
Plateliai-Sees. 800 Einwohner.
War ein wichtiges litauisches Wehrdorf,
erwähnt seit dem 14. Jahrhundert.
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde eine
Kirche gebaut, 1572 bekam es das Magdeburger
Stadtrecht.
Große Schäden erlitt es während der Kriege am Anfang des 18. Jahrhunderts. 1729 abgebrannt. Erst im 19. Jahrhundert erholte sich das Dorf und deren Umgebung - einer der schönsten Orte der Zemaitija.

ZEMAICIU KALVARIJA
Das Städtchen liegt 25 km von Plunge an der Landstraße Plunge - Mazeikiai und am Ufer der Varduva, einem Nebenfluß der Venta. 800 Einwohner.

Einer der bekanntesten Orte der Zemaitija. Erwähnt seit 1253. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts Gardai genannt.
Am Ende des 16. Jahrhunderts wurde eine Kirche errichtet.
Große Schäden erlitt es während der Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts.
Seit 1644 war mit Unterbrechungen eine Schule
in Betrieb. In der zweiten Hälfte des 19. Jahr-
hunderts war es ein wichtiges Zentrum für die
Verbreitung verbotener litauischer Bücher, in
Betrieb waren zwei geheime litauische Unter-
grundschulen.
1642 gründete der Bischof Jurgis Tiskevicius
einen 19 Stationen umfassenden Kreuzweg.
Der ganze Weg ist 7 km lang und erinnert an
den Kalvarienweg in Jerusalem. Bald wurde die
Ortschaft Zemaiciu Kalvarija genannt und wegen
seiner Kirchweihfeste berühmt.
 
In der Zwischenkriegszeit war die Kirchweih sehr feierlich, es kamen viele Leute sogar aus Lettland und Deutschland hierher. Bis in unsere Zeit ist Zemaiciu Kalvarija eines der Zentren des Katholizismus geblieben. Im Juli kommen Tausende von Wallfahrern hierher. Das Foto zeigt die herrliche Landschaft des Zemaitija-Nationalparks.

Ein Besuch in Plunge und Umgebung lohnt sich also ganz bestimmt.