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veröffentlicht 09.06.01
Plunge bekommt Inventar des Placida-Wohnheimes 
Gestern wurden Möbel verladen. Litauer packten kräftig mit an. Großküche wird in Behinderten-Wohnheim wieder aufgebaut. Vom Zustand begeistert. 
Der gestrige (Arbeits)Tag begann für das Ehepaar Amsler morgens früh um halb acht. Da stand nämlich ein Gabelstapler samt Fahrer vom städtischen Bauhof auf dem Vorplatz der Placida-Schule.
"Das war gut, damit konnten wir die schweren Teile transportieren" erläuterte Ulla Amsler vom Verein Hilfe für Plunge im Gespräch mit unserer Zeitung.
Das Wohnheim steht weitgehend leer, in den Räumen werden demnächst Klassenzimmer untergebracht sein. Einer der Schließungs-Gründe war seinerzeit die Unattraktivität der Zimmer.
Dicht an dicht wurden
die Möbel gestern
auf den LKW geladen.
 

Seit einer Woche schraubt Ehemann Peter bereits die Teile der Großküche und das Mobilar der 16 Zimmer im Wohnheim der Placidaschule auseinander.
Die Teile werden am Wochenende mit einem 40-Tonner-Lastwagen nach Plunge gebracht. Wann genau der Transport startet, wissen sie noch nicht, "aber Montag muss der Fahrer auf der Fähre sein!"

Das Wohnheim an der Placida-Schule ist aufgelöst worden - wir berichteten. "Wissen Sie", sagt Ulla Amsler auf den ausrangierten Stühlen in dem kahlen, stillen Flur des Wohnheimes, "ich habe das Wohnheim in Alsedziai (ein Ortsteil im Kreis Plunge) gesehen. Dagegen ist dieses Mobilar klasse!"
Der gleichen Meinung waren auch litauische Schulleiter, die kürzlich in der Hönnestadt zu Gast waren. Einer von ihnen, Adomas Zaborskis, Leiter einer Behindertenschule, war gestern mit seinem Mitarbeiter vor Ort.

Die Großküche wird in "seinem" Behinderten-Wohnheim ein neues Zuhause finden. Er ist seit einer Woche in Menden. An die Behindertenschule ist ein Wohnheim angeschlossen. "Das gibt es viel in Litauen. Die Dörfer sind zu weit verstreut. Manche der Schüler bleiben sogar in den Ferien in den Wohnheimen, weil die soziale Armut daheim einfach zu groß ist", sagt Ulla Amsler.

Als sie las, dass das Placida-Wohnheim aufgelöst wird, setzte sie sich mit der Leitung in Verbindung und der Frage, ob das Mobilar nicht nach Plunge gebracht werden könnte. Der Orden gab "grünes Licht".
Bei ihrem Besuch in Menden waren die Schulleiter aus Litauen seinerzeit von der Qualität der Möbel und vor allem des Inventars der Großküche begeistert: "Das soll alles entsorgt werden?"

So wurde in den letzten Tagen von Gardinen über Lampen bis hin zu Waschbecken, Tisch und Stühlen alles transportfertig gemacht, was in Plunge Verwendung finden kann. Dicht an dicht wurden die Möbel gestern auf den großen Lkw geladen.
Aufgestockt wird der Transport jetzt am Wochenende noch mit gesammelten Mobilar aus der Blücher-Kaserne, bevor er in Richtung Plunge aufbrechen wird.
 
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