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veröffentlicht 23.05.00
Blaue Ostsee, blauer Himmel, blaue Kunst  
Delta-Künstlerinnen stellten in litauischer Partnerstadt Plunge aus. Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Wagner informierte sich bei Frauenministerin in Vilnius. Ulla Amsler von "Hilfe für Plunge" setzt sich weiter für Schulen ein.
Großes Interesse, ein besonderes Entgegenkommen, eine Sensibilität für Menschen und Kunst erfuhren fünf Mendener Frauen auf ihrer Litauenreise. Die Ausstellung der drei "Delta"-Künstlerinnen Dagmar Müller (Goldschmiedin), Brigitte Geck (Arbeiten mit Papier) und Ulla Brockfeld (Keramikerin) wurde vom neuen Plunger Bürgermeister Jonutis mit musikalischer Umrahmung stilvoll eröffnet.
Brigitte Wagner, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Menden, übermittelte die Grüße von Bürgermeister Rudolf Düppe zu diesem besonderen Ereignis in den partnerschaftlichen Beziehungen von Menden zu Plunge.

Litauen, das ist Natur pur wie hier am wunderschön gelegenen Plateliai-See.

Hier will Maria Striaukiene versuchen, mit drei weiteren Familien in die Tourismusbranche einzusteigen.
 

Durch die gute Zusammenarbeit von Ulla Amsler, Vorsitzende des Vereins "Hilfe für Plunge / Litauen e.V." und der Gleichstellungsstelle im Mendener Rathaus konnte diese herausragende künstlerische Begegnung stattfinden.
Die Präsentation der Objekte stand im Einklang mit dem großen hellen Raum im Kunstmuseum, dem Schloss Oginski in Plunge und begeisterte die Besucher durch ihre Leichtigkeit und Außergewöhnlichkeit. Für die Iitauischen Betrachter wirkten sie neu und beeindruckend.

Im Mittelpunkt des Interesses standen die Schalen-Installation von Brigitte Geck aus gefärbten und gewachsten Papieren, deren Transparenz die Betrachter faszinierten. Die ausgestellten Schmuckstücke von Dagmar Müller, Goldschmiedin, fanden durch ihre Originalität großen Anklang.
Die Betrachter der Keramikarbeiten von Ulla Brockfeld erfuhren das Groteske aus dem Blickwinkel der Ironie, was ebenso in der litauischen Kunst zum Ausdruck kommt. Besonders die Anwesenheit der Vertreterin der litauischen Regierung für Kunst, Frauen und Ausland, Ramune Trakymiene, betonte die Bedeutung dieser außergewöhnlichen Repräsentation.
"Das hat es bei uns in Plunge noch nie gegeben wir fühlen uns dadurch sehr geehrt" - war das Fazit der vielen Plunger Ausstellungsbesucher.

Es gibt in Plunge noch viel zu tun, stellten die Gleichstellungsbeauftragte Brigitte Wagner und Ulla AmsIer fest. Frauen aus der Stadtverwaltung Plunge, Vorsitzende sozialer Vereine und leitende Frauen im Polizeidienst informierten sich über die Arbeit einer Gleichstellungsbeauftragten. In Litauen gibt es bisher wenige Zusammenschlüsse von Frauengruppen.
Die Sorge um die Familie, das Einkommen zu sichern, lässt den Frauen wenig Zeit, sich um Vereinsarbeit oder Politik zu kümmern. Das durchschnittliche Einkommen liegt bei 350-400 Mark im Monat, und da ist der Verdienst der Ehefrau notwendig, um überhaupt über die Runden zu kommen.

Einen Zusammenschluss besonderer Art erlebte die Besuchergruppe bei einem Besuch von Maria Striaukiene, die am Plateliai-See mit drei Familien in die Touristenbranche einsteigen will. Ihr Haus am See bietet interessierten Fernseher, Urlaubern die Möglichkeit, einen besonderen Urlaub zu erleben.
Spontan luden Ulla Amsler und Brigitte Wagner Maria Mitte Oktober nach Menden ein, wo Kontakte zu Mendener Landfrauen und und dem Hausfrauenbund geknüpft werden sollen.

Vom Thema weniger erfreulich war das Gespräch in Vilnius mit Maria Trakymiene, wo es um Menschenhandel ging. Junge Mädchen und Frauen werden unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, z.B. Arbeitsverträgen, in die Bundesrepublik gelockt.
Im Märkischen Kreis werden pro Jahr durchschnittlich zehn Litauerinnen aufgegriffen, die der Prostitution nachgehen. Maria Trakymiene stellte den Mendenerinnen ihr neues Konzept vor, in dem demnächst in Schulen Aufklärungsarbeit geleistet werden soll, damit Mädchen über einen bevorstehenden Auslandsaufenthalt umfassend informiert werden.

Ulla Amsler und Brigitte Wagner besuchten ebenfalls das Kinderheim, das Krankenhaus, die Behindertenschule und eine Dorfschule. Die dortigen Verhältnisse erinnern stark an die 50er Jahre.
Renovierungsarbeiten kommen mangels finanzieller Mittel nur langsam voran. Der Leiter der Behindertenschule bekam 3.500 Mark für die Renovierung der Schulküche. Ebenso wurden 500 Mark zum 20-jährigen Bestehen des Kinderheims überreicht.

Gebraucht werden dringend für alle Einrichtungen: Farben, Tapeten, Bodenbeläge, technische Geräte wie Faxgeräte, Kopierer, Kühlschränke, Fernseher, Handtücher, Bettwäsche, gut erhaltene Kleidungsstücke und besonders Schuhe.

Ulla Amsler neben Maria Trakymiene (Regierungsbeauftragte für Frauenfragen) und Ramune Navickiene aus dem Gesundheitsministerium (von links)
Blumen zur Begrüßung
für Brigitte Wagner,
Dagmar Müller, Brigitte Geck
und Ulla Brockfeld (von links).
 
 
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