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veröffentlicht 24.05.04
Kunst-Aktion in Plunge 
Fünf Künstlerinnen fuhren zum Workshop nach Plunge
Ulla Amsler organisierte die Fahrt
Einen Tag nach dem Beitritt Litauens in die EU kamen am 2. Mai fünf Künstlerinnen aus dem "Frauenkunstforum Südwestfalen" mit der 1. Vorsitzenden von "Hilfe für Plunge / Litauen e.V.", Ulla Amsler im litauischen Hafen Klaipeda an.
Die früher langwierige Zollkontrolle bei der Einreise ins Land fiel weg. Die Reisepässe sowie die Autopapiere wurden jedoch genau kontrolliert.
Eine "grüne" Versicherungskarte ist unbedingt notwendig. Wenn sie nicht vorgelegt wird, muss eine Autoversicherung für Litauen abgeschlossen werden.
Im Hafengelände gibt es dementsprechend die Filiale einer Versicherungsgesellschaft.
Die Fähren von Kiel nach Klaipeda transportieren überwiegend schwere Lkws. Touristen, die Litauen besuchen wollen oder weiter in die anderen baltischen Staaten reisen, machen nur einen kleinen Teil aus.

Es ist sehr angenehm, nach 20 Stunden Fahrt auf See, ausgeruht anzukommen und wie immer, wenn Mitglieder oder Freunde des Vereins von "Hilfe für Plunge" unsere Partnerstadt besuchen, in den Gästewohnungen des deutschen Kulturzentrums, die der Verein unterhält und eingerichtet hat, frei und ungezwungen wohnen zu können.
Nach einem zweitägigen Sammeln von Eindrücken an verschiedenen Plätzen in Plunge, in Treffen mit unterschiedlichen Menschen, begannen Ulla Brockfeld / Keramikerin, Dagmar Müller / Goldschmiedekunst, Barbara Wagner / Installationen, Eva von der Dunk / Lyrik und Angela Kalwa / Butho-Tanz ihre Ideen zum Workshop "Gedanken Raum geben" mit den vor Ort gefundenen Materialien ihre unterschiedlichen Arbeiten zu verwirklichen.
Ulla Amsler, Organisatorin dieses Projektes, stellte die notwendigen Verbindungen her, machte die Künstlerinnen mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut, informierte über Land und Leute.

Daneben wurde für Juli der nächste große Transport mit Hilfsgütern für die Einrichtung einer Tagesstätte für Geistigbehinderte vereinbart, ebenso wurde der anstehende Besuch von 8 Plunger Wanderern zum 100. SGV-Geburtstag in Menden vom 1.- 6. Juni noch einmal durchgesprochen.
In einem Treffen mit 6 Mitgliedern des Seniorenvereins "Pilnatis" wurde ihr Reiseprogramm nach Menden aus Anlass von "Menden a là Carte" zum Abschluss gebracht.
Außerdem nehmen die Senioren am Projekt "Leben und Wohnen im 3.Jahrtausend - Visionen von Jugendlichen und Senioren" teil.
Dieses Projekt wurde von Angela Amecke-Mönnighoff initiiert. 2 Wochen lang werden je 5 Jugendliche aus Menden, Plunge und aus Moeciu/Rumänien ihre Vorstellungen über das Leben und Wohnen gemeinsam mit den Senioren in Menden, dann in den beiden anderen Städten zu diesem Thema kreativ arbeiten.
Der erst wenige Wochen im Amt tätige Plunger Bürgermeister Peciulis war sehr gut über die humanitäre und kulturelle Arbeit von "Hilfe für Plunge/Litauen e.V." informiert und möchte diese auch von Plunger Seite aus, unterstützen.

Der Abschluss des Aufenthaltes in Plunge war die Präsentation der Ergebnisse des 2-wöchigen Workshops im Schloss Oginskis, das Kunstmuseum der Stadt.
Neben vielen Plungern, kamen auch Gäste aus Vilnius zu diesem Ereignis. U.a. die Kulturbeauftragte der deutschen Botschaft, Frau Elke Grabarec.
Die gezeigten Objekte und Installationen, die Lesung deutsch /litauischer Lyrik, der ungewöhnliche Butho-Tanz, alles das, wurde begeistert und erstaunt aufgenommen. Strahlender Sonnenschein und die warmen Töne der Birbine (ein altes litauisches Blasinstrument, ihr Klang ähnelt einer Klarinette) machten diese Ausstellungseröffnung zu einer perfekten Veranstaltung, lt. litauischer Besucher war es "das herausragendste Ereignis des Jahres!"
Ein ausführlicher Bericht über den Workshop folgt.
(siehe nächster Artikel)
 
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