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veröffentlicht 08.03.03
Langsam, aber sicher
gegen Missverständnisse angehen
 
Angedachte Schulpartnerschaft zwischen Mendener Realschule und Mittelschule aus Alsedziai (Plunge) soll nicht überstürzt werden 
"Der Umgang von Schülern und Lehrern miteinander ist hier größtenteils sehr locker und freundschaftlich", ist Vida Ciuniene von der Realschule Menden beeindruckt, "bei uns in Plunge herrscht mehr Disziplin und Strenge bei einigen älteren, konservativen Lehrern." Durch Distanz und Angst vor den Lehrern könnten Schüler die Lust und den Spaß am Lernen verlieren.

Die Deutschlehrerin aus dem litauischen Plunge besucht zurzeit zusammen mit der stellvertretenden Schulleiterin der Mittelschule in Alsedziai (Kreis Plunge), Ruta

Darbutiene, die Hönnestadt. Entstanden war
der Kontakt über Ulla Amsler, Vorsitzende
des Vereins "Hilfe für Plunge", anlässlich
des zehnjährigen Partnerschaftsjubiläums
der Städte.


Da möchte die Realschule nicht hinten
anstehen und hat in Person von Schulleiter
Günther Kirschbaum die beiden Lehrkräfte
eingeladen, bis kommenden Donnerstag
täglich sechs Unterrichtstunden von Musik
über Deutsch und Mathe bis Religion
mitzuverfolgen. "

Angedacht ist in Zukunft auch eine Schul-partnerschaft, aber das sind alles noch unge-backene Brötchen", erklärt Birgit Agethen.
Die Lehrerin der Realschule betreut ihre


Drückten die Schulbank:
Die Lehrerinnen Vida Ciuniene (r)
und Ruta Darbutiene aus Alsedziai.

litauischen Kolleginnen während ihres Aufenthalts. "Es steht die Idee im Raum, einen Briefkontakt zwischen Schülern aus Menden und Plunge aufzubauen." Die Schulen sollen sich nicht nur über ihre geographischen Lage austauschen, überhaupt sollen die teilweise verschiedenen Schulsysteme verglichen werden.

Involviert wird die Schülerschaft ab den siebten Klassen. So können Missverständnisse bei der Kommunikation vermieden werden, denn litauische Schüler haben ab diesem Zeitpunkt mindestens ein Jahr Unterricht in zwei Sprachen genossen - größtenteils Englisch und Deutsch.

Ebenso reizvoll ist der Meinungsaustausch auch für die Realschule, nicht nur im sprachlichen Bereich. Birgit Agethen: "Weil Litauen demnächst der EU beitreten wird, werden wir ja auch eine europäische Gemeinschaft bilden.
Allein daher ist der Austausch hoch interessant, denn die Lehrumstände sind uns gegenseitig völlig fremd. Und auch bei den materiellen Lehrmitteln fallen Unterschiedlichkeiten auf - in Litauen wird um jedes Buch, jeden Stuhl und jeden Tisch gekämpft."
So werden mittlerweile Überlegungen angestellt, Restbestände nach Plunge zu transportieren. Doch überstürzt werden soll vorerst nichts, sondern es soll
sich eine Schulpartnerschaft langsam, aber sicher entwickeln.

 
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