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veröffentlicht 08.04.02
Wissende Kinder und träumende Frauen 
Kristina Paulauskaite und Gudrun Scholand-Rebbert erzählen Lebensgeschichten: Begegnungen mit weiblichen Wesen.
Fotografinnen aus Menden und Plunge ergänzen sich, ohne sich vorher gekannt zu haben. Beide teilen Liebe zu Rilke, Gesichtern und Landschaften
Sie beide lieben Rilke, sie lieben Landschaften und Gesichter, die Geschichten erzählen und halten Gesichter fest, die wie Landschaften wirken und ganze Lebensgeschichten widerspiegeln.

Seit gestern stellen Kristina Paulauskaite und Gudrun
Scholand-Rebbert einen Teil ihrer Bilder aus.
Unter dem Titel "Begegnungen" wurden die beiden
Fotografinnen, die sich bis zum Aufbau der Ausstellung
nicht kannten, zusammengeführt.
Ulla Amsler vom Verein Hilfe für Plunge sorgte für
diese Begegnung.
Die Ausstellung ist nicht nur für die beiden Künstlerinnen,
sondern auch für die Besucher ausgesprochen
fruchtbar.

Elfriede Krisemendt freute sich als stellvertretende
Bürgermeisterin über die große Zahl von Interessierten,
die zur Matinee erschienen war.
Sie sprach in lockerer Weise unter anderem auch über
die offenbar weibliche Ader, besonders sensibel mit den
Informationen umgehen zu können, die in Gesichtern
lesbar sind.
Der Direktor des Plunger Museums, Alvidas Bakanauskas,
erklärte, wie sehr er auch den kulturellen Austausch
zwischen Plunge und Menden schätzt und hofft, Gudrun
Scholand-Rebbert mit ihren Bildern "demnächst" in
Plunge begrüßen zu dürfen.

Brigitte Wagner stellte die beiden Frauen in ihrem
Werdegang vor und führte sie in ihren Gemeinsamkeiten,
die sich auf Fotopapier auch der Öffentlichkeit darstellen,
zusammen.
Sie vermutete eine Seelenverwandtschaft hinter diesem
glücklichen Zusammenkommen unter dem Titel
"Begegnungen".
Kein Wunder: Beim Sichten der Fotografien für die
Einladung war Gudrun Scholand-Rebbert aufgefallen, dass
hier zwei Frauen zwei Frauen in ähnlicher Pose fotografiert
hatten, die dasselbe Tupfenmuster bevorzugen.
Frauen im alltäglichen Leben sind das Thema der Fotoausstellung, die im Foyer des Mendener Rathauses zu sehen ist.

Die eine lebt in Litauen, die andere auf Zypern. Kristina Paulauskaites Bilder sind in Sepia gehalten, vermitteln aber nicht nur aufgrund des scheinbar Verblichenen den Eindruck, die Menschen, die sie in einer Hundertstel Minute festgehalten hat, lebten in einer vergangenen Welt.
Schwer scheint das Leben in Litauen, schwer zu ertragen, schwer zu verarbeiten. Selbst die Kinder scheinen diese Schwere schon in sich zu tragen.
Diese Kinder scheinen die Welt schon zu kennen, erscheinen nicht neugierig, sondern wissend.

Gudrun Scholand-Rebbert hat in Deutschland und Griechenland Gesichter und Figuren festgehalten, die die Lust am Leben, vielleicht manchmal auch "nur" die Sehnsucht nach Lebenslustigem wiedergeben.
Ihre alten Frauen machen zwar deutlich, dass ihr Leben nicht leicht war, vermitteln aber trotzdem das Gefühl von "trotz alledem habe ich auch eine Menge Spaß gehabt".
Die von ihr festgehaltenen Kinderaugenblicke spinnen ein feines Band zu den alten Frauen: Sie träumen von dem was vor ihnen liegt, die anderen träumen von dem was hinter ihnen liegt.

Gemeinsam hängen die Bilder noch bis zum 19. April. Dann nimmt Kristina Paulauskaite ihre fotografisch festgehaltenen Lebensgeschichten wieder mit nach Litauen.
Gudrun Scholand-Rebbert, die im Moment zahlenmäßig untervertreten ist, wird dann noch weitere ihrer Portraits zeigen.

Wer die Eröffnung verpasst hat - Joachim Zwick von der Städtischen Musikschule hatte wunderwarme Gitarrenmusik mitgebracht - sollte sich die Begegnung Paulauskaite und Scholand-Rebbert unbedingt anschauen.
Aber auch Gudrun Scholand-Rebberts Begegnungen mit Menschen allein werden sehenswert sein.
 
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